
Was ist Tierpsychologie???
Lassen Sie sich nicht von dem Wort „Psychologie“ irritieren. Tiere müssen selbstverständlich nicht auf die Couch.
Verwechseln Sie aber eine verhaltenstherapeutische Betreuung auch nicht mit einer Hundeschule. Dort werden Hunde, meist in Gruppen, erzogen und ausgebildet, um im Anschluss evtl. zum Beispiel eine Begleithunde- oder Schutzhundeprüfung zu bestehen.
Der Besuch einer Hundeschule ist sicherlich immer sinnvoll, egal welcher Rasse der eigene Hund angehört. Hier gibt es unterschiedlich spezialisierte Schulen oder Gruppen in denen sich jeder gemäss seinen Zielen wohl fühlen kann. Besonders wertvoll für den Hund ist hierbei der Kontakt zu Artgenossen.
Eine Ausbildung in der Hundeschule ist aber nicht immer ausreichend. Zudem ist es manchmal nicht möglich, eine Hundeschule zu besuchen (keine qualifizierte Hundeausbildung in der Nähe, keine Zeit, Abneigung gegen Hundevereine,…).
Katzen lassen sich im Sinne einer Abrichtung nicht erziehen, aber auch hier gibt es Lösungen und Vorgehensweisen, um Schwierigkeiten zu vermindern oder ganz zu vermeiden.

Bei den Pferden ist eine Erziehung wichtig und vermeidet Ärger und Verletzungsgefahr, ähnlich dem Hund. Hier gibt es auch verschiedenste Massnahmen, um das Zusammensein angenehm zu gestalten und vor allem Spass mit und am Partner Pferd zu haben. Nichts ist unangenehmer als ein Pferd, das eine permanent beim Führen hinter sich herzieht, beim Aufsitzen nicht stehen bleibt oder ständig andere Pferde angiftet.
Im Grunde genommen handelt es sich bei der Tierpsychologie unter Anderem um das Studium der Ethologie. Das ist das Wissen von der Abstammung und der Lebensweise der Tiere und dem Verhalten in ihrem natürlichen Lebensraum.
An diesem Normalverhalten der Stammform einer Tierart erkennt man Verhaltensauffälligkeiten und –veränderungen. Und diese können mit den unterschiedlichsten Methoden behandelt werden.
Nicht zu verwechseln damit ist ein vom Besitzer oder der Umwelt unerwünschtes Verhalten, dass im Grunde genommen völlig normal ist. Doch auch das kann man bis zu einem gewissen Grad abstellen, wenn es zu einer übermässigen Belastung führt.
Das gilt nicht nur für Hunde, sondern ebenso für Katzen, Pferde und alle anderen Haus- oder Nutztiere.
Eines ist aber sicher: Probleme lassen sich nur gemeinsam mit dem Tierhalter bzw. der gesamten Lebensgemeinschaft im Umfeld des Tieres lösen!
So macht sich ein guter Tierverhaltensberater nicht nur mit dem Tier, sondern möglichst auch mit seinem gesamten Umfeld vertraut.
Ferndiagnosen und Patentrezepte lehne ich ab, denn jedes Tier ist einzigartig in seiner Art und eine eigene Persönlichkeit!
In den seltensten Fällen treten Erfolge von einem auf den anderen Tag auf. Und auch mit Rückschlägen, stagnieren der Besserung und wider Auftreten der unerwünschten Verhaltensweisen muss gerechnet werden. Das ist ganz normal und bedarf konsequentem Durchhaltevermögen.
Ohne die Mitarbeit und Konsequenz von uns Zweibeinern können wir unseren Vierbeinern nicht helfen.

