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Pferdeleben
Was braucht ein Pferd?
Jedes Hauspferd hat seinen Ursprung in seinen wildlebenden Ahnen und trägt auch heute noch deren meiste Verhaltensweisen mehr oder weniger ausgeprägt in sich.
Demnach haben sich auch seine Grundbedürfnisse nicht ausschlaggebend verändert.
Das Pferd ist erst vor ca. 5000 bis 6000 Jahren vom Menschen domestiziert worden, ist demnach also noch ein sehr „junges“ Haustier. Es hat sich von einem Nahrungslieferanten über ein Arbeits-, Kriegs- und Fortbewegungsmittel zu unserem heutigen Sport-, Freizeit- und Gesellschaftskameraden entwickelt.

Przewalskipferd
Gerade in den letzten Jahren hat sich eine erfreuliche Entwicklung im Umgang mit dem Pferd eingestellt. Man geht über zu Paddock- und Offenstallhaltung, beschäftigt sich vermehrt mit der „Sprache der Pferde“ (wozu diverse „Pferdeflüsterer“ ihren guten Anteil geleistet haben) und legt mehr Wert auf ausgeglichene, nervenstarke Tiere (Gelassenheitsprüfung, o. ä.).
Warum sich bei einigen Pferden Stereotypien oder Verhaltensannomalien entwickeln ist oftmals offensichtlich, aber bedarf genauso oft eingehender Untersuchung, da die Ursache nicht so klar auf der Hand liegt.
Pferdebedürfnisse:
Pferde sind Herdentiere für die der Kontakt zu Artgenossen essentiell , das heisst dringend notwendig, ist, um ein artgerechtes Leben zu führen ohne Auffälligkeiten zu entwickeln.
Hierbei ist natürlich auf die Zusammenstellung der einzelnen Pferde zu achten. Nicht jedes Pferd verträgt sich über kurz oder lang mit jedem anderen Pferd. In einigen Fällen kommt eine Zusammenführung nicht zustande und hier muss nach einer anderen Lösung gesucht werden.
Ausschliessliche Boxenhaltung kann heutzutage den wenigsten Pferden gerecht werden. Der natürliche Bewegungsbedarf des Pferdes wird auf nur sehr kurze Reitzeiten beschränkt. Das frei lebende Pferd bewegt sich die meiste Zeit des 24-Stunden-Tages in einer natürlichen Körperhaltung. Es kommt hierbei nicht auf die zurückgelegte Strecke oder die Geschwindigkeit („das Pferd mal ordentlich auslaufen lassen“) der täglichen Bewegung an, sondern auf die Qualität der über den gesamten Tag verteilten.
Hieraus folgert auch gleich der nächste wichtige Punkt: Die artgerechte Fütterung. Der Pferdeorganismus ist auf ständige und nicht auf partielle Nahrungsaufnahme ausgerichtet, wogegen 2 bis 3-maliges Füttern den Organismus stark belastet. Besser ist hier mehrfaches Bereitstellen von Rauhfutter (Verdauung, Beschäftigung) abgestimmt mit individueller Kraftfuttergaben, oder im Idealfall Weideauslaufhaltung.
Zuletzt sollen noch selbstverständliche Dinge wie Licht, Frischluft und Sauberhaltung genannt sein, die aber leider auch heutzutage nicht in allen Ställen anzutreffen sind!

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